Corona-Krise. Eine Zeit, in der Kinder heilen können.

Corona_ADHS

Vom Problemkind zum Glückskind dank Corona

Die langen Wochen des Shutdown während der Corona-Krise sind besonders für Familien eine herausfordernde Zeit.
Wir Eltern sind mit zusätzlichen, enormen Belastungen konfrontiert:
Homeschooling, soziale Kontakte fehlen, sportliche und musikalische Aktivitäten fallen aus, und das Leben findet überwiegend in den eigenen vier Wänden statt.
Das ist für alle Familien eine große Herausforderung, aber wie ergeht es Familien mit „schwierigen“ Kindern? Mit Kindern, die von „ADHS“ betroffen sind?
Als „ADHS-Elterncoach“ erlebe ich, wie einige Eltern in der Corona – Zeit Entspannung erleben. Die Kinder blühen auf, und ihr Familienleben wird harmonischer.
Andere Eltern wiederum befinden sich an den Grenzen ihrer Belastbarkeit.

Eine Umfrage

Weil ich neugierig war, wie Eltern die Corona – Zeit erleben, habe ich auf Facebook eine Umfrage in „ADHS-Selbsthilfegruppen“ gestartet:

Ist die Corona Zeit für euch nur belastend, oder gibt es auch etwas Positives?

Über 100 Eltern von „ADHS-Kindern“ haben ihre Erfahrungen mitgeteilt. :-))

Hier nur einige der berührenden Antworten:
„Weniger Streit, weniger Tränen, weniger Stress.“

„Für die Kids wirkt es sich positiv aus. Sie müssen morgens nicht hetzten. Auch tagsüber können sie sich die Pausen nehmen, die sie brauchen und ihre Zeit selbst einteilen. Unsere beiden Jungs sind wesentlich entspannter und das momentan komplett ohne Tabletten. Dieser typische Schulstress fällt weg. Ihre Aufgaben machen sie sehr gewissenhaft und zufriedenstellend.“

„Eher positiv… ausschlafen und dann ein strukturierter Tagesablauf. Nur ohne ständig auf die Uhr zu schauen. Und es funktioniert wunderbar. Nun haben wir auch das Glück, dass wir auf dem Land leben und einen Garten haben…“

Das Positive ist, dass ich meine Kinder neu kennenlerne. Wie sie den Tag über sind und warum. Gab es etwas, was die schlechte Stimmung oder den Wutausbruch hervorgerufen hat? Wenn mein Kind von der Schule schlecht gelaunt heimkommt, dann weiß ich oft nicht warum, oder die Erzählungen sind sehr einseitig. 
Nun habe ich die Auslöser für schwierige Situationen entdeckt, die mir bisher entgangen sind. Jetzt habe ich eine Antwort bekommen. Ich kann auch besser in Konfliktsituationen eingreifen und vorleben, was ich mir von meinen Kindern wünsche.“

„Bei uns gibt es viel Positives. Mein Sohn arbeitet allein konzentrierter, ist ausgeglichen und nicht so überdreht. Mit den Materialien der Schule kommen wir sehr gut zurecht. Wie sich zeigt, arbeitet er sehr zuverlässig, selbstständig und ordentlich. Seine Stimmung hat sich merklich gewandelt.“

„Einfach nur schön. Die einzige Krise, die ich habe, ist die Erkenntnis, dass ich wirklich so leben will und nicht darf.“

„Sehr entspannt. Ich genieße die Zeit mit meinem Kind, und wir leben den Tag in unserem Rhythmus. Ich mag das sehr.“

Corona-Krise - Eine Chance für Eltern und Kinder

Viele Familie können aufatmen

Bemerkenswert, dass viele Familien, die sonst durch ihre herausfordernden Kinder in vielen Bereichen sehr zu kämpfen haben, ausgerechnet jetzt – während der Krise – aufatmen können!

Was ist es also, das den Familien in der Corona – Zeit gut tut?
Alle verbringen mehr Zeit miteinander.
Der eigene Rhythmus kann gelebt werden. 
Der Druck durch die Schule fällt weg. Das zuvor schwierige „ADHS-Kind“ ist nun in der Lage, sich zu konzentrieren und die Hausaufgaben selbständig erledigen. Sogar auf Medikamente kann verzichtet werden.

Nicht allen Familien geht es in der Corona – Zeit gut:
„Das Soziale fehlt extrem. Wir sind nicht mehr so motiviert, etwas zu machen. Daheim ist immer mehr Chaos, weil ich zwischen zwei Schulkindern, eines davon mit „ADHS“, und zwei Kita-Kindern jonglieren muss. Der Haushalt wartet, und ich schaffe nur das Nötigste. Ich sehne mich immer mehr nach Normalität zurück. Ich habe kaum Zeit für mich. Die Kleinen werden immer unruhiger, zorniger und schlafen schlecht ein. Die Kinder streiten viel mehr.“

„Das Homeshooling ist für uns extrem belastend. Die fehlenden Freunde machen es nicht besser…“

„Mittlerweile muss ich echt sagen, Grenze erreicht. Schulisch ist mein Sohn schwer zu motivieren. Wenn er könnte, wie er wollte, würde er nur am PC sein. Das bedeutet extra Stress für alle Seiten. Trotz Struktur, trotz Medikation.“

Diese Familien brauchen dringend Unterstützung und Entlastung.

Unterstützung in Form von Beratung und hilfreichen Tipps, die ihnen dabei helfen, den Alltag zu bewältigen.

Entlastung durch Freiräume besonders für die Mama. Vielleicht findet sich eine Freundin oder Verwandte, die die Kinder stundenweise übernimmt? Kann die Arbeitszeit vorübergehend verringert werden? Es gibt Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung durch den Staat. 

Überforderte Eltern sollten sich nicht scheuen, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Es geht um die eigene Gesundheit und das Wohlergehen der Kinder.

Die Lebensumstände spielen eine große Rolle

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Lebensumstände der Familien eine große Rolle spielen, ob sie diese Zeit als überwiegend positiv oder als sehr belastend empfinden:

Familien, die das Glück haben, in einem Haus mit Garten zu leben, geht es sicherlich besser, als Familien, die auf begrenztem Raum in der Stadt leben.

Berufstätige Alleinerziehende haben es besonders schwer: Dadurch, dass Kindergärten und Schulen geschlossen sind, haben sie keine freie Minute mehr für sich selber und befinden sich am Rande ihrer Belastbarkeit.
Bei Familien, in denen das Geld durch Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit knapp geworden ist, drücken existenzielle Sorgen.

Corona kann eine Zeit sein, in der Kinder heilen.
Die Krise birgt aber auch die Chance, Probleme, die schon vor Corona unterschwellig vorhanden waren, zu erkennen und zu lösen.

Wie ergeht es deiner Familie in der Corona- Zeit?
Schreibe gerne deine Erfahrungen in die Kommentare.

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