Ernährung und ADHS

Ernährung_ADHS

Fragst du dich, ob die Ernährung Auswirkungen auf ADHS hat?
Vielleicht hast du sogar beobachtet, dass sich dein Kind nach dem Essen bestimmter Lebensmittel anders verhält als sonst?
Können „ADHS-Symptome “ wie Hyperaktivität, Impulsivität, geringe Konzentrationsfähigkeit, durch die Ernährung  positiv beeinflusset werden?

Ich habe gründlich recherchiert und spannende Erkenntnisse herausgefunden:
In der Tat hat die Ernährung einen großen Einfluss auf das Wohlbefinden und die Gesundheit deines Kindes. Sie wirkt sich auf die geistige Leistungsfähigkeit und auf das Verhalten aus.
Durch Wissen und eine bewusste Ernährung kannst du viel tun, damit dein Kind ruhiger und aufmerksamer ist und sich besser konzentrieren kann.

Können Nahrungsergänzungsmittel die Symptome von „ADHS“ verbessern?
Auch hierzu habe ich interessante und hoffnungsvolle Einschätzungen und Ergebnisse gefunden.

Hier siehst du die Ergebnisse meiner Recherche:

Tägliche Ernährung:

Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung ist immer gut. Wenn du Mahlzeiten selbst zubereitest aus frischen, unverarbeiteten Zutaten, bist du auf der sicheren Seite.

Nun ist es so, dass unsere Kinder nicht nur zu Hause, sondern auch häufig in der Mensa oder im Kindergarten essen. Hier haben wir scheinbar wenig Einfluss auf das Essen, das dort angeboten wird.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Eltern doch einiges bewirken können, wenn sie gesunde, frisch zubereitete Gerichte einfordern. Der Essensanbieter an unserer Grundschule musste sein Angebot komplett umstellen, da die Eltern ihren Kindern lieber Mahlzeiten von zu Hause mitgaben, als sie in der Mensa essen zu lassen. Das Essensangebot der Mensa wurde folglich immer weniger genutzt. Daraufhin hat sich der Anbieter auf die berechtigten Wünsche der Eltern eingestellt: weniger Auswahl, dafür frische Zubereitung aus regionalen Zutaten.

ADHS und Ernährung - Diese Lebensmittel sollten gemieden werden

Zusatzstoffe, Farbstoffe, Süßungsmittel

Zusatzstoffe in Lebensmitteln können Hyperaktivität, innere Unruhe und Unkonzentriertheit verursachen oder verstärken.

Diese Zusatzstoffe sind im Besonderen: Salicylate, Glutamate, Phosphate

Zusatzstoffe sind enthalten in: Wurstwaren, Käse, Fertigprodukten

Auch Farbstoffe sind kritisch und verbergen sich dort, wo wir sie nicht vermuten:

Farbstoffe sind enthalten in: Getränken, Fertiggerichten, Milchprodukten, Kaugummi und Zahnpasta

Zucker wird häufig ersetzt durch künstliche Süßstoffe:

Diese sind nicht weniger schädlich als weißer Zucker.

Süßstoffe sind enthalten in: Getränken, Fertiggerichten, Milchprodukten, Kaugummi, Zahnpasta

Unverträglichkeiten herausfinden durch eine Ausschlussdiät:

Durch Unverträglichkeiten und Allergien sind Kinder sehr beeinträchtigt. Sie fühlen sich nicht wohl in ihrer Haut, sind unruhig, zappelig und können sich nur schwer auf eine Sache konzentrieren.
Es ist sehr lohnend möglichen Unverträglichkeiten auf die Spur zu kommen. Dies geschieht durch eine ärztlich begleitete Ausschlussdiät.
Zu Beginn der Diät werden kritische Lebensmittel, die häufig eine Unverträglichkeit aus auslösen, vom Speiseplan gestrichen. Häufig können wir recht bald eine Verbesserung im Gesundheitszustand und dem Verhalten des Kindes wahrnehmen.
Nach und nach werden diese Lebensmittel wieder eingeführt. Dabei wird das Kind sehr genau beobachtet. Treten durch ein Lebensmittel die Symptome wieder auf, muss dieses Lebensmittel in Zukunft gemieden werden.

Es gibt eine Reihe von Lebensmitteln, die häufig nicht vertragen werden oder sogar Allergien hervorrufen.

Nahrungsmittel mit häufiger Unverträglichkeit:

Quelle: Dr. Christina Clement, Prof. Dr. Christian Fleischhaker Universitätsklinikum Freiburg Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im Kindes- und Jugendalter, UGB Forum 6/16

Zum Glück gibt es viele Lebensmittel, die fast immer gut vertragen werden:

Quelle: Dr. Christina Clement, Prof. Dr. Christian Fleischhaker Universitätsklinikum Freiburg Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im Kindes- und Jugendalter, UGB Forum 6/16

Positive Ergebnisse der Ausschlussdiät:
Eine Studie der Uniklinik Freiburg hat ergeben: Besserung der Symptome von mehr als 40%

Elternstimmen:Wir hatten seit Jahren zum ersten mal wieder eine normale Familie ohne diesen permanenten Streit unter den Geschwistern.“ Oder  „Die Lehrerin hat gesagt, dass mein Sohn im Schullandheim genau so unauffällig war, wie die anderen Kinder.“

Fazit: Es lohnt sich also sehr, durch eine Ausschlussdiät herauszufinden, ob eventuell Lebensmittel die Symptome von „ADHS“ verursachen oder verschlimmern. Allerdings sollte man nicht auf eigene Faust vorgehen, um eine Mangelernährung des Kindes auszuschließen.

Nahrungsergänzung:

Sind Nahrungsergänzungsmittel zusätzlich zur täglichen Ernährung bei „ADHS“, gefühlsstarken oder temperamentvollen Kindern hilfreich und sinnvoll?

Aufgefallen sind mir im Zusammenhang mit „ADHS“ besonders die Omega-3 Fettsäuren.

Hierzu gibt es aufschlussreiche Studien mit überzeugenden Ergebnissen:
Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit, der Impulsivität und der Unruhe. Darüber hinaus gab es sehr positive Auswirkungen auf die Stimmungsstabilität und auf Ängste.

Nach einer im Jahr 2012 in der Fachzeitschrift „Journal of Child Neurology“ erschienenen Studie, wurde bei den teilnehmenden „ADHS-Kindern“ im Alter von 6 bis 12 Jahren nach der Einnahme eines Omega-3/6 Präparats eine deutliche Verbesserung der Aufmerksamkeit, Leistungsfähigkeit in der Schule und weniger Aggressionen beobachtet.

Zuvor hatten die Kinder regelmäßig Medikamente genommen. Die Wirkung von Omega-3/6 soll signifikant besser gewesen sein als die der Medikamente.

Omega-3 Fettsäuren finden sich in Lebensmitteln wie Leinsamen, Walnüssen, Chiasamen und vor allem Seefisch, Lachs, Meeresfrüchten und Algen. Die Omega-3-Fettsäuren aus Fisch und Meeresfrüchten nimmt der Körper besser auf.

Nun essen wir in unseren Breitengraden zu wenig Seefisch, um ausreichend Omega-3- Fettsäuren aufzunehmen.
Einfacher und sicherer ist daher die Einnahme von Kapseln oder Saft, in denen Fischöl enthalten ist.

Auch wenn die Einnahme von Omega-3/6 in zu hoher Dosierung sehr wahrscheinlich unbedenklich ist, solltest du vorher eine Fettsäure-Analyse für ein Bild der Versorgung beim Kinderarzt durchführen lassen.

(Quelle: Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie K. W. Heuschen https://www.norsan.de/omega-3-bei-adhs/abgerufen 06.02.2020)

Ich hoffe, dass dir mein Artikel mehr Klarheit und Wissen über Ernährung und zu Nahrungsergänzungsmitteln bei „ADHS“ gebracht hat. Vielleicht möchtest du einiges sofort umsetzen?

Viel Erfolg und alles Gute wünscht dir
deine Heike

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