Gut durch die Schule mit ADHS

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Es zerreißt dir fast das Herz, wenn du erleben musst, was dein sensibles Kind in der Schule durchmacht. Jeden Tag aufs Neue erlebst du, wie schwer es deinem Kind fällt, sich auf den Weg in die Schule zu machen.

Vielleicht hat dein Kind sogar Bauchschmerzen oder Kopfweh, weil die Schule es so sehr belastet.

Möglicherweise hast du selbst negative Erinnerungen an deine eigene Schulzeit. Du willst nicht, dass dein Kind das gleiche durchmacht wie du damals.

Manchmal bist du wütend über das Schulsystem und Lehrer, die besser einen anderen Beruf ergriffen hätten. Du fühlst dich hilflos, weil du deinem Kind nicht helfen kannst.

Bitte lies jetzt unbedingt weiter. Denn jedes Kind kann in der Schule zurecht kommen. Auch dein Kind! Es hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Der Schlüsselfaktor für eine gute Schulzeit

Als Mama oder Papa kennst du das Temperament und die Bedürfnisse deines Kindes am besten.
Wenn es dir gelingt, die einzigartige Persönlichkeit deines Kindes zu akzeptieren – mit allen Stärken und Schwächen -, desto besser kannst du es bei der Schule unterstützen.
Dein Kind hat besondere Stärken, durch die es erfolgreich sein kann und auch Schwächen, die es zu integrieren gilt.
Du bist die Expertin, der Experte für dein Kind.

Manchmal sind gesundheitliche Probleme die Ursache dafür, dass dein Kind nicht in die Schule gehen will. Bauchschmerzen und Kopfschmerzen können psychosomatisch aber auch organisch bedingt sein. Das solltest du unbedingt mit dem Kinderarzt oder Heilpraktiker abklären.

Dein persönlicher Stress kann dein Kind sehr belasten, was sich auch auf die Schule auswirken kann. Sei ehrlich mit dir selbst, ob es Bereiche in deinem Leben gibt, die dich belasten und bedrücken. Dann ist es wichtig, dass du diese Themen zunächst klärst.

Schöne Schulzeit trotz „ADHS“

Auswahl der Schule

Wenn du eine Schule für dein Kind suchst, lass dich zunächst von deiner Intuition leiten

Was ist dein Bauchgefühl, wenn du das Schulhaus betrittst? Wie ist der Umgangston zwischen Lehrern und Kindern und der Kinder untereinander? Herrscht eine warmherzige, lebendige Atmosphäre? Fühlst du dich wohl, oder zieht sich dein Magen zusammen? Höre unbedingt auf dein Gefühl.

Beobachte das Treiben während der großen Pause auf dem Pausenhof. Wirken die Kinder entspannt und fröhlich oder nimmst du Anspannung und Aggressionen wahr? Wie gehen die Lehrer mit Rangeleien um?

Stell dir dein Kind unter all diesen Kindern vor. Hast du das Gefühl, dass es in dieser Schule gut aufgehoben wäre ? 

Im Gespräch mit der Schulleitung kannst du eine Menge herausfinden

  • Wird in der Schule differenziertes Lernen – bei dem auf verschiedene Lernstile der Kinder eingegangen wird – ermöglicht?
  • Werden die Schüler als individuelle Persönlichkeiten wahrgenommen und geschätzt?
  • Legt die Schule Wert auf klare Strukturen und gegenseitigen Respekt?
  • Wie geht die Schule mit besonderen Bedürfnissen einzelner Kinder um?

Sprich ruhig an, dass dein Kind gefühlsstark, hochsensibel oder besonders temperamentvoll ist. Aus der Reaktion der Schulleitung hörst du dann heraus, ob die Schule bereit ist, auf die Bedürfnisse von einzelnen Kinder einzugehen.

Zusammenarbeiten

Offenheit

Suche das Gespräch zu den Lehrern, wenn du dir Sorgen über dein Kind machst.
Sprich über die besonderen Bedürfnisse, Stärken und Eigenheiten deines Kindes. Sage den Lehrern, was dein Kind braucht.
Oft sind Lehrer sehr engagiert. Sie wollen, dass es den Kindern gut geht!

Ist dein Kind zum Beispiel sehr introvertiert, bitte den Lehrer, es häufiger aufzufordern und etwas zum Unterricht beizutragen. Wenn dein Kind sich leicht ablenken lässt, wäre es in der hintersten Reihe neben dem Fenster sicher nicht gut aufgehoben… 😉

Begegnest du den Lehrern mit Offenheit und Vertrauen, wächst das Verständnis der Lehrer für dein Kind. Sie werden dein Kind mit anderen Augen sehen und können sich auf seine Bedürfnisse einstellen.

Wenn die Lehrer und du zusammenarbeitet, schafft ihr ein sicheres Netz für dein Kind, das ihm ermöglicht, sich geborgen und sicher zu fühlen. Dann kann dein Kind entspannt und mit Freude lernen.

Kommunikation

Suche lieber das Gespräch zu den Lehrern, anstatt E-Mails zu schreiben.

Im persönlichen Gespräch ist es viel leichter, positiv zu bleiben und Anschuldigungen zu vermeiden.
Du willst ja, dass es deinem Kind besser geht und dafür mit den Lehrern gemeinsame Lösungen finden.

Eine positive Gesprächsatmosphäre entsteht, wenn du den Lehrer zuerst erzählen lässt. Signalisiere durch aufmerksames Zuhören, dass du offen für seine Sicht der Dinge bist. Zeige auch Verständnis für seine Lage.

Mache deutlich, dass du an einer Lösung der Probleme interessiert bist und biete Lösungsvorschläge an. Du weißt am besten, was dein Kind braucht.

Berichte, was ihr in der Familie unternehmt, um eurem Kind zu helfen. Scheu dich nicht, von einer therapeutischen Behandlung zu sprechen.

Betone immer wieder die Stärken deines Kindes. Viele der angeblichen Schwächen sind bei anderer Betrachtungsweise Stärken. 

Für dein Kind eintreten

Vielleicht kennst du das auch? Mein Telefon klingelte ständig. An der Nummer erkannte ich sofort, dass es die Schule war. „Was hatte mein Sohn wieder ausgefressen?“

Irgendwann war ich es leid, weil ich teilweise die Klagen nicht nachvollziehen konnte und andererseits von meinem Arbeitsplatz aus nichts unternehmen konnte.

Einmal ging es allerdings um etwas Ernsteres:
Also vereinbarte ich einen Termin mit dem Schulleiter und dem Lehrer, der sich über das Verhalten von E. beklagte.

Zuvor habe ich mit meinem Sohn gesprochen, damit ich wusste, worum es eigentlich ging. Es war eine unschöne Sache, die unbedingt geklärt werden musste. Also hinein in die Höhle des Löwen.

Beim Termin in der Schule saßen mir zwei Lehrer und der Schulleiter gegenüber. Die Stimmung war eisig. Mein Learning daraus:  Nächstes Mal wollte ich mir Verstärkung mitbringen.

Nach der kurzen Begrüßung  wurde ich konfrontiert mit „Vergehen“, die mein Sohn begangen hatte und vielen Vorwürfen gegen mich, die angeblich ihr Kind nicht im Griff hatte. Offensichtlich, weil ich berufstätig und alleinerziehend war.

So richtig gut ist das Gespräch nicht gelaufen. Es ging weniger darum eine Lösung zu finden, sondern vielmehr um die Bestätigung von alten Vorurteilen.

Ich nahm all meinen Mut zusammen und habe Partei ergriffen für meinen Sohn. Gleichzeitig habe ich versichert, dass ich alles mir mögliche tue, damit E. sich angemessen verhält.
Daraufhin hat sich die Lage etwas entspannt. 

Zum Glück dauerte die Schulzeit nicht mehr lange…

Mein Sohn steht jetzt glücklich und erfolgreich im Leben. Vor einigen Jahren, es war an Weihnachten, sagte er mir: „Du hast immer zu mir gehalten. Das zu wissen, war ein gutes Gefühl.“ Darauf bin ich ein bisschen stolz.

Dein Kind zu Hause unterstützen

Hausaufgaben

Wenn dein Kind müde von der Schule heimkommt oder absolut keine Lust hat, sich an seine Hausaufgaben zu setzen, wird nicht viel dabei herauskommen. Außer schlechte Laune, Streit und Frust auf beiden Seiten.

Natürlich kannst du nicht immer darauf warten, dass dein Kind Lust bekommt, seine Hausaufgaben zu machen. Aber du kannst etwas tun: Nämlich für die richtige Stimmung sorgen!

Was gehört dazu? Eine angenehme Umgebung mit einem Getränk in der Nähe. Es muss nicht immer der eigene Schreibtisch im Kinderzimmer sein. Viele Kinder fühlen sich wohler, wenn sie nicht allein sind beim Lernen.

Kreative Kinder, die Abwechslung brauchen, um produktiv zu sein, könnten im Sitzen, Stehen oder Liegen gut arbeiten. Probiert das einfach aus. Es gibt keine festen Regeln.

Vielleicht kann sich dein Kind mit Musik besser konzentrieren? Es gibt inzwischen Apps mit Musik, die für bestimmte Tätigkeiten zusammengestellt wurde: Fokus, Lernen, Kreativität, Entspannung…

Vor dem Lernen ein Glas Wasser zu trinken wirkt entspannend und gibt frische Energie. Auch tiefes Atmen tut gut und beflügelt den Geist.

Den Nachmittag planen

Hilf deinem Kind dabei, große Aufgaben in kleine Schritte zu unterteilen. Dadurch verlieren sie ihren Schrecken. Gleichzeitig bringst du deinem Kind bei, wie es Schritt für Schritte seine Aufgaben erledigen kann und Erfolgserlebnisse hat. (Funktioniert bei uns super.)

Probiert einmal die Pomodoro – Technik 🍅:

  • Küchenwecker stellen zum Beispiel auf 25 Minuten
  • Bis zum Klingeln arbeiten
  • 5 Minuten Pause
  • Erreichtes abhaken – > Erfolgserlebnis!
  • Küchenwecker erneut stellen…

Das Stellen des Küchenweckers kennzeichnet den klaren Beginn der Arbeit. Der überschaubare Zeitrahmen verringert innere Widerstände und Prokrastinieren.

Ein anderer Trick ist, bei umfangreichen Aufgaben vor der Arbeitspause mitten im Satz aufzuhören. Der Neuanfang fällt viel leichter.

Den Erfolg planen

„Projektmanagement“ für deine Familie

Seit einiger Zeit organisiere ich mich mit Mindmaps. Am Sonntag Abend setze ich mich hin und notiere alle wichtigen Termine und Aufgaben auf meiner Mindmap.
Damit’s noch übersichtlicher wird und weil’s mehr Spaß macht, male ich einige Bereiche bunt aus. Mein jüngster Sohn Jonas hilft mir gerne dabei.

Dazu erstelle ich an  jedem Morgen eine Mindmap als Tagesplan. Darauf notiere ich die Termine und Aufgaben aus dem Wochenplan und was zusätzlich hinzukommt. Dabei plane ich auch Freizeitaktivitäten, gemeinsame Mahlzeiten und Zeiten für Nichtstun ein.
Für die Tagesmindmap benötige ich nur fünf Minuten.

Seit ich mit Mindmaps arbeite, habe ich einen viel besseren Überblick über alles, was beruflich und in der Familie ansteht. Ich bin weniger gestresst, kann besser priorisieren und bin produktiver.

Zu guter Letzt: Denk unbedingt noch daran, dass genügend Schlaf für dein besonders empfindsames Kind essentiell ist!

PS. Wenn du Unterstützung brauchst, bin ich sehr gerne für dich da. Buche einfach einen Termin für dein kostenloses SOS – Gespräch. Wir treffen uns dann online über Zoom oder am Telefon.

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