Wie sich „ADHS-Kinder“ wirklich fühlen

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„Ich weiß nicht genau, was mit mir los ist. Ich bin wohl ein bisschen verrückt.“ Marie, 9 Jahre

„Ich nerve eigentlich alle, aber ich will das gar nicht.“ Jaron, 7 Jahre

„Die anderen Kinder finden mich blöd.“ Karim, 5

„In der Schule sehen dich alle an und denken, du bist ein Loser.“ Marco, 13 Jahre

„Ich kann viel schaffen und zu was nützen. Ich fühl mich gut, wenn ich gebraucht werde. Aber mir traut ja niemand was zu.“ Martin, 11 Jahre

„Ich bin so unruhig und rede und rede…“ Alex, 9 Jahre

„In mir ist eine große Unruhe, die ich nicht abschalten kann. Ein großer Druck, der geht nicht weg.“ Sophie, 14 Jahre

„Ich kann die Hausaufgaben einfach nicht machen. Mein Kopf ist leer, mir fällt nichts ein. Ich will die Hausaufgaben ja machen, weil es sonst wieder Ärger gibt. Manchmal wünschte ich, ich wäre tot.“ Benjamin, 12 Jahre

Das sagen Kinder, die ich persönlich oder aus Erzählungen kennen gelernt habe. 
Aus den Sätzen sprechen Leid und eine große Hilflosigkeit. Wir Eltern von „ADHS-Kindern“ oder anderen „schwierigen“ Kindern sehen die Not unsere Kinder und leiden mit.
Meistens beginnt der Leidensweg in der Schule. Davor ist es kein großes Problem, wenn unsere Kinder übermütig sind, sich viel bewegen und auch mal über die Stränge schlagen. Da denken wir uns: „Es sind eben Kinder. Anstrengend, oft nervig, aber das gehört zum Kindsein dazu. Wir waren ja auch nicht anders.“

Mit der Schule wird alles anders

Bis unser Kind in die Schule kommt. Nun ist stundenlanges Stillsitzen gefragt. Die Kinder sollen sich für Dinge interessieren, die eine Lehrerin ihnen erzählt. Viel Theorie, wenig Praxis. Aber Kinder wollen sich betätigen, Dinge in die Hand nehmen, ihnen auf den Grund gehen. Mit allen Sinnen begreifen. Es liegt in ihrer Natur. Das alles ist in der Schule nur selten möglich. Nur wenigen Kindern gelingt es, sich an das System Schule anzupassen und nicht oder nur wenig, darunter zu leiden.

Wie muss es erst Kindern in der Schule ergehen, die mit mehr Bewegungsdrang, mehr Neugier, mehr Beharrlichkeit, mehr Kreativität, mehr Sensibilität und Empfindlichkeit ausgestattet sind, als die „durchschnittlichen“ Kinder?

Wenn sie andauernd ermahnt, in ihrem Bewegungsdrang gehindert und zurechtgewiesen werden? Wenn sie sich auf Themen konzentrieren sollen, die weder spannend noch anschaulich und begreifbar vermittelt werden?

Kinder werden in Deutschland immer noch nach den gleichen Methoden unterrichtet wie vor 50 Jahren. Unsere Schulen zerstören die angeborene Neugier. Eine Revolution muss her, auf die Barrikaden!
sagt der Philosoph und Autor Richard David Precht.

Wie sich „ADHS-Kinder“ wirklich fühlen

Wie „ADHS-Kinder“ unter der Schule leiden

Sogenannte „ADHS-Kinder“ lernen anders als „durchschnittliche“ Kinder. Sie setzen zum Lernen überwiegend ihre rechte Gehirnhälfte ein und können mit den üblichen Lehrmethoden nicht erfolgreich lernen!
Diese Kinder sind weder dumm, noch aufmerksamkeitsgestört. Mit der richtigen Lernmethode wären sie sehr wohl in der Lage gute und sehr gute Leistungen zu erbringen.
Durch für sie ungeeignete Lehrmethoden erleben sie einen Misserfolg nach dem anderen, zweifeln an sich und ihrem Verstand.
In den Kindern baut sich ein großer Druck auf, der sich dann als Hyperaktivität äußert. Druckt lähmt, und Lernen wird unmöglich. Die Kinder erleben sich als Versager, schämen sich und kompensieren das, indem sie den Clown spielen.
Einige der Kinder verhalten sich ungeschickt und aggressiv ihren Mitschülern gegenüber und werden ausgegrenzt. Dabei wünschen sie sich nicht sehnlicher, als dazuzugehören. Von den Lehrern werden sie als lernbehindert und obendrein verhaltensgestört abgestempelt.

Der Teufelskreis beginnt

Ein Kind verhält sich auffällig. Es wird beobachtet, ermahnt und zurechtgewiesen und bestraft. Das Kind fühlt sich ungerecht behandelt, was häufig auch so ist, und benimmt sich störend.
Die Lehrer stehen unter Druck, sind überfordert und drängen die Eltern, etwas zu unternehmen. Das Kind wird Fachleuten, Kinderärzten und Therapeuten vorgestellt. Die Diagnostik beginnt: Fragebögen werden ausgefüllt, Verhalten bewertet und eventuell Medikamente verschrieben, die das Kind funktionsfähig machen sollen.
Durch das Herumdoktern am Kind geraten sein Erleben, die Gefühle und sein innerer Antrieb – warum verhält sich das Kind, so wie es sich verhält? – vollends in den Hintergrund.

Wie können wir den „ADHS-Kindern“  helfen ?

Es ist ganz einfach: Wir müssen unsere Kinder fragen, was in ihnen vorgeht. Sie erzählen lassen und hinhören. Herausfinden, was die wahren Bedürfnisse unseres Kindes sind. Seine Bedürfnisse ernst nehmen und erfüllen. Verstanden werden wirkt heilsam! Wie wir alle, brauchen die sehr sensiblen „ADHS-Kinder“ Anerkennung, Liebe und Beziehungen!
Wir dürfen nach neuen Wege suchen, wenn die herkömmlichen versagen.
Wir dürfen uns selbst hinterfragen und gleichzeitig unsere eigenen Werte und Bedürfnisse schützen; auch gegenüber unserem Kind!
Wir müssen klar und konsequent auftreten und unserem Kind gleichzeitig viel Freiraum und Selbständigkeit ermöglichen innerhalb eines sicheren Rahmens, den wir festlegen.

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