Ein Vierbeiner als Freund für ADHS-Kinder?

Therapiehund_ADHS

Hanna kommt ins Haus und stürmt gleich nach oben. Offenbar ist es in der Schule nicht gut gelaufen. Hündin Lily begleitet Hanna in ihr Zimmer.
Hannas Mama macht sich Sorgen um ihre Tochter. Es ist deutlich, dass Hanna etwas bedrückt, aber Hanna will nicht darüber sprechen. Oft zieht sie sich stundenlang in ihr Zimmer zurück. Stundenlang scrollt sie in ihrem Smartphone, und dann schaut sie einfach nur ins Leere.

Pubertät mit ADHS

Hanna ist 13. Normale Pubertät? Sicher auch, aber Hanna zeigt seit ihrer Grundschulzeit deutliche Symptome von ADHS. In der Schule liegen ihre Leistungen weit hinter ihren Möglichkeiten, weil Hanna sich oft ablenken lässt und die Hausaufgaben nicht allzu ernst nimmt.

Hanna tut so, als machten ihr die schlechten Noten nichts aus. Aber das stimmt nicht: Sie ist ein sehr sensibles Mädchen, und sie hat hohe Ansprüche an sich. Die Misserfolge in der Schule setzen Hanna sicher zu. Hanna ist ziemlich allein mit ihren Problemen. Ab und zu trifft sie sich mit einer Freundin, aber eigentlich ist sie eher eine Außenseiterin.

Ihre Mama ist heilfroh, dass Hanna ihre Hündin Lily hat. Die zwei lieben sich und tun sich gut. Das sanfte Wesen der Hündin beruhigt Hanna. Und es tut Hanna gut, dass sie Verantwortung für ihre Hündin übernimmt. Sie versorgt Lily gewissenhaft, denn ihr soll es an nichts fehlen.

Hunde helfen Kindern mit ADHS

Studien haben gezeigt, dass Haustiere Menschen dabei helfen können, sich bei Stress zu beruhigen und schneller runterzukommen. Voraussetzung ist, dass Mensch und Tier eine starke Bindung eingehen.
Gerade für Kinder und Jugendliche, die unter dem Druck der Schule leiden, kann ein Tier ein echter Freund sein, dem sie vieles anvertrauen.
Weil Hunde auf Kinder mit besonderen Bedürfnissen so positiv wirken, werden bei ADHS inzwischen Therapiehunde empfohlen. 

welcher hund eignet sich bei adhs

Ein Therapiehund bei der ADHS Therapie

Offenbar unterstützen Therapiehunde Kinder mit ADHS dabei, einige Symptome der Störung schneller zu überwinden. Das zeigt eine Studie der University of California aus dem Jahr 2018:

An der Studie nahmen 88 Kinder im Alter von sieben bis neun Jahren teil, die unter einer Konzentrationsschwäche und an motorischer Unruhe litten. Die Kinder hatten zuvor keine Medikamente wie Ritalin eingenommen. Drei Monate lang wurden zweimal pro Woche die sozialen und kognitiven Fertigkeiten der Kinder trainiert. Dadurch sollten sie ihre Impulsivität, das Sozialverhalten und ihre Konzentrationsfähigkeit verbessern.

Bei der Hälfte der Teilnehmer hat ein Therapiehund die Kinder während des gesamten Trainings begleitet. Die anderen Teilnehmer bekamen für manche Übungen einen Plüschhund zur Unterstützung.

Bei allen Kindern verringerten sich durch das Training die ADHS-Symptome. Aber bei jenen, die von einem Therapiehund unterstützt wurden, setzten die positiven Effekte früher ein.
Der Therapieerfolg war insgesamt besser und nachhaltiger als bei den Versuchspersonen ohne Unterstützung der Vierbeiner. Die Kinder konnten ihre Konzentrationsfähigkeit und ihre sozialen Fertigkeiten durch das Training mit den Hunden deutlich steigern.

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Ein Hund als ruhender Pol für „ADHS-Kinder“

Hunde können ein ruhender Pol sein im Leben der hibbeligen, immer unter Strom stehenden ADHS-Kinder. Ein ausgeglichener Hund wirkt beruhigend und strahlt Sicherheit aus.

Schon das bloße Streicheln eines Hundes sorgt für Glücksgefühle, weil beim Kontakt Oxytocin und Endorphine freisetzt werden – Hormone, deren Ausschüttung bei einer ADHS-Erkrankung wahrscheinlich gestört ist.

Ein Hund vermittelt uns ein Gefühl von Wärme, Sicherheit und Geborgenheit, einfach nur, weil er da ist. Die Anwesenheit eines freundlichen und offenen Hundes kann Stress, Aggressionen und Unsicherheiten reduzieren. Doch wie macht ein Hund das bloß? Hunde sind sehr feinfühlig und nehmen verschiedene Stimmungen genau wahr.

Aber im Unterschied zu uns Menschen, werten Hunde nicht: Ein Hund kritisiert uns nicht, macht keine Vorwürfe, und gibt keine gut gemeinten Ratschläge. Er nimmt die Menschen an, so wie sie sind. Er spendet Trost und Geborgenheit.

Welcher Hund bei ADHS?

Natürlich eignet sich nicht jeder Hund zum Therapiehund. Dickschädel oder Hunde, die durch ihren natürlichen Wachtrieb zuweilen ein aggressives Verhalten an den Tag legen, würden bei den betroffenen Kindern den Stress eher erhöhen, als dass sie ausgleichend auf sie einwirken könnten. Günstige Charaktereigenschaften sind ein offenes und freundliches Wesen, eine hohe Reizschwelle und eine niedrige Aggressionsbereitschaft.

Ein Therapiehund darf sich nicht erlauben an Menschen hochzuspringen, sie anzuknurren oder laut zu bellen, an der Leine zu ziehen und nicht auf die Kommandos des Herrchens zu hören. Die Rasse, ob er ein Mischling ist oder wie groß oder klein er ist, ist weniger entscheidend.

Freundliche Hunderassen, die als Jagd-, Hüte- oder Gebrauchshunde jahrzehntelang für die Zusammenarbeit mit den Menschen gezüchtet wurden, eignen sich als Therapiehunde besonders gut.

Geeignete Rassen für Therapiehunde

Dazu gehören zum Beispiel Rassen wie Malteser, Mops, Pudel, Magyar Vizsla, Border Collie, Deutscher Schäferhund, Berner Sennenhund, Australian Shepherd, Bernhardiner, Leonberger, Neufundländer, Beagle, Labrador oder Golden Retriever. Noch wichtiger als die Rasse sind eine gute Sozialisation, eine gute Erziehung und viel positive Erfahrungen. (Quelle: Zooplus.de)

Vielleicht denkst du jetzt: „Der arme Hund. Wird er nicht ausgenutzt, um einem Menschen zu helfen?“
Diese Sorge ist unbegründet. Ein Therapiehund macht nicht nur seine kleinen Patienten glücklicher, sondern gleichzeitig sich selbst. Denn auch Hunde lieben das Gefühl, gebraucht zu werden.

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1 Kommentar zu „Ein Vierbeiner als Freund für ADHS-Kinder?“

  1. Vielen Dank für diesen Artikel. Wir überlegen schon sehr lange, ob wir uns für einen Hund entscheiden sollen und wenn ja, für welchen. Irgendwie warten wir vielleicht auch nur auf den richtigen Zeitpunkt, wenn es den überhaupt gibt 😊

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