Kinder mit ADHS und Veränderungen …

ADHS_Veränderungen

Hat dein Kind Schwierigkeiten mit Ortswechseln und Veränderungen im Allgemeinen? Damit seid ihr nicht allein, denn es geht vielen intensiven Kindern so, ob mit oder ohne ADHS-Diagnose.

Diese Jungs und Mädchen brauchen Routinen und Abläufe, auf die sie sich verlassen können. Veränderungen im Tagesablauf oder Unvorhergesehenes kann sie so verunsichern, dass sie komplett dicht machen und nichts mehr geht. Der Grund für diese Schwierigkeiten ist ihre hohe Sensibilität und Reizoffenheit, weshalb sie enorm viel aus ihrer Umgebung wahrnehmen. Diese vielen Eindrücke überfordern die Kleinen schnell. Deshalb brauchen sie verlässliche Routinen und immer wieder Zeit und Ruhe, damit sie wieder zu sich kommen können.

Vielleicht kennst du das von deinem Nachwuchs?

Mit unserem turbulenten Alltag kommen Kindern mit ADHS nicht gut zurecht

Unser Alltag ist geprägt von Terminen, Verpflichtungen und Schnelllebigkeit. Jeder Tag ist anders, und dann kommt immer wieder etwas Unvorhergesehenes dazwischen. Es ist schier unmöglich, Routinen aufzubauen. Dennoch benötigen Wirbelwinde halbwegs verlässliche Abläufe, um sich sicher und geborgen zu fühlen. Also versuchen wir, einen Mittelweg zu finden zwischen den Anforderungen des Alltags und den Bedürfnissen unserer Kinder.

Anzeichen für typische Reaktionen von Kindern mit ADHS auf Veränderungen

  1. Wutanfälle und Ausraster.
  2. Trotziges Verhalten.
  3. Das Kind blockiert und macht dicht.
  4. Es erstarrt, wird langsam und unbeholfen.
  5. Aufgeregtes und hektisches Verhalten.
  6. Es kann seine Leistungen nicht abrufen. Zum Beispiel bei einem Wettkampf oder einer Klassenarbeit.
  7. Schwierigkeiten, am Abend vor einem aufregenden Tag, einzuschlafen.
  8. Der Junge oder das Mädchen will nicht woanders als zu Hause übernachten.

Wenn du einige dieser Punkte bei deinem Kind wiedererkennst, lies weiter. Denn nachher erfährst du, wie du dein Kind unterstützen kannst.

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Typische Veränderungen, mit denen „ADHS-Kinder“ schlecht umgehen können

  • Eingewöhnung in den Kindergarten: Die Kinder sind besonders anhänglich und weinen, wenn die Mama oder der Papa geht und sie im Kindergarten „allein“ zurücklässt. Die Zeit der Eingewöhnung dauert länger als erwartet.
  • Mama und Papa wollen abends ausgehen.
  • Ein Ausflug oder eine Urlaubsreise steht bevor.
  • Ins Bett gehen und am Morgen aufstehen.
  • Von einer Tätigkeit zu einer anderen wechseln.
  • Auf Aufforderungen reagieren, wenn sie gerade beschäftigt sind.
  • Es gibt etwas anderes zu essen als erwartet.
  • Der Freund hat doch keine Zeit zum Spielen 

Du siehst, es sind nicht unbedingt große Sachen, die ein intensives Kind sehr verunsichern können.

Wie du dein Kind dabei unterstützen kannst, um mit Veränderungen besser klarzukommen:

  • Mach dir bewusst, dass es typische, wiederkehrende Situationen gibt, in denen es kritisch werden könnte.
  • Bereite dein Kind auf Veränderungen vor.
  • Sag ihm, wenn ein Termin außer der Reihe ansteht.
  • Wecke es rechtzeitig auf, so dass es Zeit hat zu sich zu kommen.
  • Wenn es am spielen ist, sage ihm einige Minuten vorher, wenn es sein Spiel unterbrechen soll, um etwas zu tun.
  • Steht eine Reise an, stimmt euch gemeinsam auf den Urlaub ein: Schaut Reiseführer, Videos und Bilder von dem Urlaubsort an.

Mach dir immer wieder bewusst, dass dein Kind mehr Zeit benötigt, um sich auf eine Sache einstellen zu können.

Tu das, wenn dein Kind einen Wutanfall bekommt

Achte auf die Signale: Oft wird seine Stimme lauter. Es verhält sich trotzig und aggressiv. Viele Kinder stampfen auf den Boden.

Sobald du diese Signale wahrnimmst, bring es in eine ruhige Ecke, wo ihr allein seid. Wenn dein Kind es verträgt, halte oder umarmt es. Bleib selbst gelassen und spreche mit ruhiger Stimme. Sage Sätze wie: „Dir wird gerade alles zu viel.“, „Du fühlst dich aufgeregt.“, „Dein Körper ist gerade unruhig.“, „Gleich fühlst du dich wieder ruhiger.“

Wenn ein Wutanfall passiert, dein Kind um sich tritt oder schlägt und mit Sachen wirft:

Halte dein Kind fest, so dass es weder dir, anderen, noch sich selbst weh tun kann. Sicherheit geht immer vor!

Das kannst du nach einem Wutanfall tun

Sprich mit deinem Kind in Ruhe über die Situation. Schildere sie aus deiner Sicht und frag dein Kind nach seinem Erleben und was es gefühlt hat. Sage ihm, dass du es in seiner Aufregung verstehst, und auch welches Verhalten du tolerierst und welches du nicht sehen möchtest. Erkläre ihm, dass es seine Gefühle mit Worten ausdrücken kann.

Bleib dran: Mit der Zeit lernt dein Kind, seine starken Gefühle besser zu regulieren.

Wutanfällen vorbeugen

Werde zum Detektiv, zur Detektivin:
Beobachte dein Kind und auch dich selbst. Wann kommt es zu Wutanfällen? Gab es etwas Unvorhergesehenes? Was ist vorher geschehen? Hat sich etwas zusammengebraut? Wie war deine Stimmung? Warst du gestresst, oder ging es dir einfach nicht so gut? Passiert es abends, wenn ihr alle müde seid? Es kann so viele Gründe geben, aber oft sind es immer wieder ähnliche Auslöser.

Es gibt Tage, an denen es richtig gut läuft. Was ist da anders? Mach dir am besten Notizen über deine Beobachtungen.
Es ist interessant, diese Muster zu erkennen und es dann Schritt für Schritt besser zu machen.

Ich wünsche dir viel Kraft und Energie auf deinem Weg und viele spannende Erkenntnisse. Das Wichtigste: Verlange nicht zu viel von dir, und sei wohlwollend mit dir selbst.

Zögere nicht, dir Unterstützung und ein paar Tipps zu holen. Ich bin für dich da! Reserviere gleich einen Termin für dein kostenloses Kennenlerngespräch.

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