Therapeutisches Reiten bei ADHS

Reittherapie_ADHS

Ein Pferd als Therapiepartner bei ADHS?

Kinder mit ADHS sind oft ausgesprochen tierlieb. Sicher liegt es auch daran, dass Tiere nicht urteilen und den Kindern ihr Zutrauen sofort zeigen. Tiere können sich, anders als Menschen, nicht verstellen, sie sind offen und ehrlich. Einem Tier kann man seine Sorgen anvertrauen, es wird einen nicht verraten. Ein Tier kann ein richtig guter Freund werden.

Kinder mit ADHS übernehmen gerne Verantwortung
Kinder mit ADHS lieben das Gefühl, für andere dazusein und gebraucht zu werden. Auch wenn ihnen das Verantwortungsgefühl leider oft abgesprochen wird … Die sonst so ungestümen Wirbelwinde haben feine Antennen dafür, wenn es einem anderen Wesen nicht gut geht. Dann sorgen sie sich mit großer Ausdauer und hingebungsvoll um ein krankes Tier. All das spricht dafür, gerade einem Kind mit besonderen Bedürfnissen, ein Tier als Therapiepartner gegenüber zu stellen.

Warum Therapie mit Pferden bei ADHS gut tut

Pferden spiegeln dem Kind seine inneren, oft unbewussten, Haltungen und Einstellungen. Dadurch kommen diese an die Oberfläche und können bearbeitet werden: Stärken werden erkannt und an Schwächen kann gearbeitet werden.

Beim Umgang mit einem Pferd werden alle Sinne angesprochen: Die körperliche, emotionale, geistige und soziale Entwicklung des Kindes wird gefördert. Die tragende Rolle dabei spielt die Beziehung des Kindes zum Pferd.
Durch den direkten Kontakt und Umgang mit dem Pferd, wozu auch das Pflegen des Pferdes und Arbeiten im Stall gehören, entwickelt das Kind Verantwortungsgefühl und erfährt sich als wichtig für solch ein großes Tier. Das macht es stolz und selbstbewusst.
Beim Führen des Pferdes und beim Reiten lernt es, innerlich klar und bestimmt zu sein. Denn wenn es sich unsicher und „wackelig“ verhielte, würde es das Pferd sofort spüren und mit dem kleinen Reiter machen, was es wollte.
Verschiedene Übungen auf dem Pferd – Voltigieren – fördern den Gleichgewichtssinn und die Beweglichkeit. Und natürlich braucht es dazu eine Menge Mut und Selbstvertrauen. Was Schritt für Schritt immer besser gelingt.

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Pferdegestützte Therapien sind besonders auch für Kinder geeignet, die Schwierigkeiten mit Beziehungen und im Sozialverhalten in Gruppen haben.

Die Vorteile der Reittherapie bei ADHS

  • Förderung des gezielten Handelns durch das Putzen und Satteln.
  • Beziehungsaufbau zwischen Kind und Pferd durch das Putzen.
  • Der Therapeut hält sich am Rande und greift so wenig wie nötig ein. (Weil sie in ihrer Vergangenheit häufig ermahnt und kritisiert wurden, reagieren Kinder mit  ADHS reagieren oft allergisch auf Anweisungen und Bevormundungen.)
  • Das Kind lernt, sich in das Pferd einzufühlen und an seine Eigenheiten und Reaktionen anzupassen.  Dadurch macht das Kind die Erfahrung, dass letztlich nur Kooperation mit dem Tier und Teamwork  zum Erfolg führen.
  • Auch „hoch aggressiven“ und „sehr auffälligen“ Kindern gelingt die Integration in die Gruppe der anderen Reiter.
  • Das therapeutische Reiten hat wenig bis keinen Therapiecharakter,  was vor allem therapiemüden Kindern entgegenkommt.
  • Die Kinder sind sehr motiviert.
  • Die Selbstwirksamkeit wird ausgebildet: Vom Problemkind zum Versorger eines großen Tieres!

Mehr dazu unter adhspedia Therapeutisches_Reiten

Wie wirksam ist Reittherapie bei ADHS?

Wissenschaftliche Studien zur Wirksamkeit des therapeutischen Reitens bei ADHS sind noch selten. Es gibt kleine Studien wie diese: Sechs Kinder mit ADHS-Diagnose haben über eine Zeitraum von 15 Wochen zweimal wöchentlich am therapeutischen Reiten teilgenommen. Dabei konnten positive Auswirkungen der Reittherapie auf die motorischen Fähigkeiten, sowie auf die Aufmerksamkeit der Kinder festgestellt werden. Die Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit haben auch die  Schullehrer bestätigt.

Ramses ist so ruhig und neugierig. Der schaut auch immer nach mir. Der passt auf mich auf. Das Pferd jetzt so zu berühren, das ist auch angenehm, dieses weiche und warme Fell zu spüren. Er hat ja schon seinen eigenen Willen, aber ich kriege das gut hin.“

Adrian

Quelle: Bayerischer Rundfunk  pferde-reiten-therapie-hippotherapie100.html

Wie läuft eine Reittherapie bei ADHS ab?

Die Therapie wird vorzugsweise als Einzeltherapie bei Kindern im Grundschulalter im Umfang von 20 Stunden durchgeführt.  Neben dem geführten Reiten gehören Aufgaben rund um die Pflege und Versorgung des Pferdes dazu.

Ein typisches  Therapiekonzept:

  • Das Pferd als Motivator
  • Bewegungsreize des Pferdes zur Aktivierung des Gehirn
  • vom äußeren zum inneren Halt
  • pädagogische Ermutigung der Eltern

(Quelle: https://www.reinhardt-journals.de)

Wer trägt die Kosten für eine Reittherapie bei ADHS?

Die Kosten für die Reittherapiesitzungen werden in der Regel privat bezahlt. In Sonderfällen kann die Reittherapie auch von der Krankenkasse, der Pflegekasse, Sozialamt oder dem Jugendamt übernommen werden. In Österreich übernimmt die Krankenkasse die Kosten.

Anbieter für Reittherapien findest du im Internet. Bevor du einen Vertrag abschließt, erkundige dich am besten bei den zuvor genannten Stellen, ob die Reittherapie finanziell unterstützt werden kann.

Viel Freude und positive Veränderungen beim therapeutischen Reiten! 🐴 👍

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